Bericht vom Fußballspiel Eintracht Trier - SV Prüm in Neidenbach am 12.07.2000


FUSSBALL

Ein Spiel wie das Wetter

Sportfest in Neidenbach: Prüm und Trier trennen sich 1:1 - SVP-Coach Maas:"Guter Einsatz"

NEIDENBACH. Ein Testspiel der mäßigeren Art: In Neidenbach trennten sich Oberligist SV Prüm und Regionalligist Eintracht Trier 1:1 (1:1).

Besonders gut gelaunt war Eintracht-Trainer Paul Linz nicht nach dem Testspiel gegen den Oberligisten Prüm. So fiel auch seine Antwort auf die Frage eines anwesenden Journalisten eher barsch aus: ,,Sind Sie zufrieden mit der Leistung Ihrer Mannschaft?", wollte dieser wissen. Dafür gab's von Linz einen bösen Blick und die noch bösere Gegenfrage: ,,Können Sie nicht eine noch dümmere Frage stellen?". Nein, so richtig glücklich war der Trierer nicht nach dem Spiel seiner Jungs. Er hätte auch keinen Grund dazu gehabt: Um in den nächsten Testspielen gegen den FSV Salmrohr (Samstag, 18.30 Uhr, in Trier) und gegen den 1. FC Kaiserslautern zu bestehen, muss sich vor allem die Kreativabteilung der Trierer etwas mehr einfallen lassen. ,,Die nächsten Spiele sind richtungsweisend. Gegen Kaiserslautern wird sich zeigen, wie gut wir dastehen", sagte Linz nach der Partie. Am heutigen Freitag beenden die Trierer ihr Trainingslager an der Sportschule in Bitburg.
Maas zufrieden, Linz sauer
Zufriedener durfte SVP-Coach Heinz Maas mit der Vorstellung seiner Mannschaft sein, die nach zwei Niederlagen (darunter ein 0:6-Debakel gegen die FCK-Amateure) immerhin in der Abwehr solide arbeitete. Die Prümer boten eine engagierte Leistung eintrac.jpg (15123 Byte)und gingen sogar überraschend in Führung: Dem Elfmeter-Pfiff von Schiedsrichter Johannes Fandel aus Utscheid ging zwar nur ein harmloser Rempler von Catalin Racanel voraus, Schütze Rudolf Muchka war dies aber egal: Der Prümer Neuzugang und frühere Regionallige-Spieler (Salmrohr, Trier und Weismain) ließ Torhüter Ischdonat keine Chance.
Trier wachte nach dem Rückstand kurzzeitig auf und kam auch durch Stürmer Danny Winkler zum verdienten Ausgleich: Michael Prus' Flanke von rechts fand in Winkler einen dankbaren Abnehmer. In den 70 Minuten danach gab's viel Regen, harte Zweikämpfe und wenig Fußball. Winkler erzielte ein Abseitstor, hatte eine weitere Groß-Chance, und in der letzten Minute hätte der ehemalige Prümer im Eintracht-Dress, Christian Kirf, den Siegtreffer für sein neues Team erzielen können. Er scheiterte aber freistehend an Torhüter Frank Fischer, der für den verletzten Andreas Paulus ins Spiel gekommen war. Ein Sieg der Trierer wäre aufgrund der schwachen zweiten Hälfte auch nicht verdient gewesen.
SVP-Trainer Maas sah gegenüber den letzten Testspielen einen Fortschriff seiner Elf: ,,Organisation und Einsatz waren gut, aber im Spiel nach vorne müssen wir uns noch verbessern." Neuzugang Muchka deutete zudem an, dass er die erhoffte Verstärkung für den SV Prüm sein kann. Keinen leichten Gegner erwartet der SV Prüm auch im nächsten Test- spiel gegen den schottischen Erstligisten FC Kilmamock, der ebenfalls ein Traimngslager in Bitburg bezogen hat: Die Begegnung am Samstag, 15. Juli, 17 Uhr, ist einer der Höhepunkte des Sportfests in Rommersheim. Zum Abschluss der Feier trifft am Sonntag, 16 Uhr, eine Eifelauswahl auf die ,,Sterntaler"Auswahl. Mit dabei in Rommersheim: Edgar Schmitt, Harald Kohr, Werner Kartz und weitere frühere Spieler der Trierer Eintracht
. (Bericht: TV-Mitarbeiter Andreas Feichtner)


Komplimente von den Profis

NEIDENBACH. (AF) ,,Der Rasenplatz hier ist besser als unser Platz im Moselstadion", hörte der Geschäftsführer des VfL Neidenbach, Peter Hünten, Komplimente von den Trierer Fußball-Profis. Kein Wunder, dass bei solchen Bedingungen auch höherklassige Mannschaften gerne den Weg in die Eifelgemeinde finden. Zur Einweihung des Rasenplatzes im letzten Jahr durfte der damalige Regionalligist FSV Salmrohr ran, Höhepunkt des diesjährigen Sportfests des VfL, das noch bis Sonntag weitergeht, war das reizvolle Derby zwischen dem Oberligisten SV Prüm und der Trierer Eintracht. 250 Zuschauer wollten die Partie sehen - ,,Das lag am schlechten Wetter, sonst wären mehr Leute gekommen", stellte Hünten fest. Am Samstag darf sich das Neidenbacher Publikum auf ein weiteres Spitzenspiel freuen: Der Landesliga-Aufsteiger SG Badem/Kyllburg/Gindorf testet den FSV Salmrohr (18.30 Uhr). Im Anschluss an die Partie treffen zwei B-Liga-Aufsteiger aufeinander: Die SG Neidenbach/Malbergweich empfängt den Mehlentaler SV. Auch im nächsten Jahr wird das Sportfest in Neidenbach wieder fußballerische Leckerbissen bereit halten, verspricht Hünten. Der gebürtige Kölner, der seit neun Jahren in Neidenbach lebt, weiß auch schon, wer kommen soll: ,,Wir sind an einem hochklassigen Kölner Club dran."

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